30 Jahre Gedenken an die erste gefallene Frau der tamilischen Freiheitsbewegung

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Im Freiheitskampf der Eelamtamilen wurde die Rolle der Frau durch die LTTE (en: Liberation Tigers of Tamil Eelam / dt: Befreiungstiger von Tamil Eelam) revolutioniert. Als in manchen westlichen Ländern noch keine gleichberechtigte Stellung der Frau in der Gesellschaft verwirklicht wurde, wurden Frauen im Freiheitskampf der Eelamtamilen bereits komplett gleichberechtigt behandelt.

NACHRICHTENZENTRUM – ROJACIWAN

Im Freiheitskampf der Eelamtamilen wurde die Rolle der Frau durch die LTTE (en: Liberation Tigers of Tamil Eelam / dt: Befreiungstiger von Tamil Eelam) revolutioniert. Als in manchen westlichen Ländern noch keine gleichberechtigte Stellung der Frau in der Gesellschaft verwirklicht wurde, wurden Frauen im Freiheitskampf der Eelamtamilen bereits komplett gleichberechtigt behandelt. Sie wurden in Führungspositionen eingesetzt und bekamen Freiheiten ihr Leben nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu leben. Dabei spielte die erste Frau, die Ihr Leben für die Freiheit der Eelamtamilen ließ, Malathi eine große Rolle.

Malathi wurde am 4. Januar 1967 in Tamileelam als Sakaajaseeli Pethurupillai geboren. Sie schloss sich bereits im jungen Alter der LTTE an. Dort kristallisierte sie sich zügig heraus und übernahm führende Positionen. Als in den 80er Jahren die indische Regierung sich zunehmend in den Konflikt mit einmischte, wurde das indische Militär (IPKF – Indian Peace Keeping Force) in den Norden der Insel versandt. Je länger die indische Regierung ihre Soldaten in den tamilischen Gebieten stationiert hatte, desto klarer wurde es, dass die Regierung Indiens sich nicht wirklich für eine faire Lösung einsetzte. Vielmehr dienten ihre Aktionen zur Schwächung der LTTE. Andererseits nahmen während der Stationierung der indischen Soldaten die sexuellen Übergriffe an den tamilischen Frauen stetig zu. Die indischen Soldaten erschossen zudem Hunderte unschuldige Tamilen. Die Eelamtamilen bzw. die LTTE forderten aus diesen Gründen den Rückzug des indischen Militärs.

Als die Situation eskalierte, kam es zu Kämpfen zwischen der LTTE und den indischen sowie srilankischen Soldaten. In einem dieser Kämpfe in Jaffna, wurde Malathi am 10. Oktober 1987 schwer verletzt. Schwer verwundet von den Kämpfen entschloss sich Malathi das Cyanid, das um ihren Hals hing, zu nehmen, um so einer Gefangenschaft zu entkommen. Somit wurde sie die erste weibliche Freiheitskämpferin, die eine „Maveerar“ (dt. große/r Held/in) wurde. Ihr Gedenktag ist auch zugleich der tamilische Frauentag „Penkal Eluchi Naal“, an welchem die Eelamtamilen weltweit an alle revolutionären Frauen der Geschichte gedenken.

Malathi wurde so zu einem Teil der Geschichte der Eelamtamilen. Sie steht nicht nur für die Gleichberechtigung im Freiheitskampf, sondern vielmehr wurde sie zum Symbol einer neuen Gesellschaft. Einer Gesellschaft in der das Kastensystem oder das Geschlecht keine Rolle mehr spielen sollten.