Jugend- Kultur- und Sportcamp in Frankreich

Vom 23-26. Dezember fand in Frankreich eines von mehreren Jugend- Kultur- und Sportcamps statt, an denen Jugendliche aus Frankreich und Belgien teilnahmen.

PARIS – ROJACIWAN

Genau wie in Holland und der Schweiz wurde auch in Frankreich für mehrere Tage ein Jugend- Kultur- und Sportcamp organsiert. Hauptsächlich aus Frankreich und Belgien reisten die Jugendlichen an, um sich für mehrere Tage mit ihrer Sprache, Kultur und den Problemen der kurdischen Jugendlichen in Europa auseinanderzusetzen.

Das Programm während der Tage bestand aus Seminaren, Sport, Govend, Film und Musik. Zwischendurch wurde getanzt, sich ausgetauscht und gespielt. Insgesamt stieß das Camp auf viel Interesse und ein Großteil der Jugendlichen beklagte, dass die Zeit viel zu kurz gewesen sei.

   

Am Abend des 23. Dezember trafen sich alle Jugendlichen in einer Jugendherberge im Nord-Osten von Frankreich, recht abgelegen von der Stadt, nahe an einem Wald. Der Abend wurde dann mit Govend und Spielen gefüllt um sich besser kennenzulernen.

In den folgenden Tagen setzten die Jugendlichen sich in verschiedenen Seminaren mit Themen wie etwa „Geschichte Kurdistans“, „Moderne Geschichte“, „Jineolojî“ und dem Themenkomplex „Jugend“ auseinander. Gemeinsam wurde ein Film geschaut und zwischendurch gab es die Möglichkeit das gemeinsame kommunale Leben und Miteinander zu bewerten.

Männlichkeit und die Situation der Jugend boten viel Stoff für Diskussionen

Besonders in den Seminaren zu „Jineolojî“ und in dem Workshop zur Situation der Jugend wurde viel diskutiert. Während die Diskussionen sich bei Ersterem vor allem um die Situation der Frau und besonders um Männlichkeit drehten, kamen bei Letzterem mehr die Probleme der Jugend in Europa und die Aufgabe der revolutionären Jugend bei ihrer Lösung zur Sprache.

  

Während des Seminars zum Thema Jugend wurde sowohl in Kleingruppen zu vier verschiedenen Themen gearbeitet, als auch in der großen Gruppe diskutiert. Dabei ging es nach einer Analyse des Bestehenden vor allem darum, welche Rolle die Jugend in der Lösung gesellschaftlicher Probleme einnehmen kann.

  

Genossenschaftlichkeit, Kommunales Leben und die Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen

Während der drei Tage, die die Jugendlichen gemeinsamen verbrachten ging es auch immer wieder darum die Genossenschaftlichkeit untereinander zu stärken, besonders da viele Jugendliche sich noch nicht kannten und gegen die Vereinzelung, die wir hier in Europa erleben, dass kommunale Leben zu stärken. Dabei halfen am meisten die Spiele, Govend und Tekmîlrunden, in denen Probleme und Kritik offen zur Sprache gebracht werden konnten. Hinsichtlich des Zusammenhaltes auf dem Camp sagte Mizgîn, eine Teilnehmerin aus Belgien: „Ich fühle mich echt richtig wohl, obwohl ich viele der Freundinnen und Freunde hier vorher nicht kannte, habe ich das Gefühl trotzdem offen aufgenommen zu werden. Schade, dass das Camp nur drei Tage geht, ich hätte mir gewünscht, wenn wir noch mehr Tage zusammen verbringen würden“.

  

Mit dem Feuer von Serî Hilde zurück in die Arbeiten

Neben den oben genannten Themen war auch die von Komalên Ciwan und Komalên Jinên Ciwan ausgerufene „Serî Hilde“ Offensive Thema in den drei Tagen. Die Jugendlichen brachten zur Sprache, dass sie mit der Energie aus der Kampagne der Jugend, in deren Rahmen gerade überall in Kurdistan, Russland und Europa Aktionen stattfinden, sie in ihre Arbeiten zurückkehren würden.

Das dreitägige Camp endete mit einem Workshop zu Denbej und kurdischer Musik.

  

 

Fotosammlung vom Camp: